- Es kann gut sein, dass
sich in einer Teddybärensammlung auch Familienerbstücke
- aus den 20er und 30er
Jahren und Bären, die im Ausverkauf nur ein paar Pfennig
- gekostet haben,
befinden. Eine Sammlung kann aus einigen wenigen
perfekten
- (oder zumindest
geliebten) oder auch aus Tausenden von Bären bestehen.
- Sammler wählen ihre Bären
nach unterschiedlichen Kriterien aus. So sammeln
- manche nur Bären eines
bestimmten Herstellers oder besonders gut erhaltene
- Bären, oder sie halten
nach Riesenbären oder Miniaturbären Ausschau. Andere
- sammeln "Charakterbären"
wie Pu der Bär, Paddington oder Amelia Bearheart.
- Einige Sammler nehmen
auch Pandas und Koalas in ihre Sammlungen auf. Wieder
- andere mögen "besondere"
Bären, von denen es eine unglaubliche Auswahl gibt.
- Da gab es frühe
Teddys, die die Augen aufmachen oder mit dem Kopf nicken
konnten,
- wenn man den Schwanz
bewegte. Es gab auch "hungrige" Bären, die man
mit Keksen
- "füttern"
konnte. Die Kekse kamen dann am Rücken wieder heraus.
Manche Bären
- konnten pfeifen und
stolpern und andere machten sich ein Vergnügen daraus
Lippenstift
- und Puderdose zu
verstecken. Es gibt auch Leute, die sich auf das Sammeln
von allem,
- was mit Bären zu tun
hat, verlegt haben: Postkarten, Liedertexte, Geschirr, Wärmflaschen,
- Kartenspiele, Schirmständer,
Beißringe, Bonbonschachteln, Babyflaschenwärmer,
Besteck,
- Briefmarken, Muffs,
Teekannen und Mäntel aus Mohairplüsch mit Teddybärknopfen.
- Teddybärmodelle gibt
es aus Gold, Seife, Wachs, Silber, Porzellan, Elfenbein,
Holz, Nerz,
- Plastik, Kristall,
Leder und Walrosszähnen - sogar aus Rüblikuchen und
Schokolade.
- Sammler, ganz gleich
wovon, stellen oftmals fest, dass ihre Sammlung ein
Eigenleben führt.
- Ob sie wollen oder
nicht, ertappen sie sich dabei, wie sie versuchen das
kleinste oder größte,
- neueste oder älteste
oder ungewöhnlichste Exemplar zu finden. Sicherlich
stimmen viele
- Bärensammler dem zu -
doch genauso oft sagen sie, dass sie ganz einfach die Bären
sammeln,
- die ihr Herz berühren.
So zum Beispiel die Bärendame "Happy", die
1989 bei einer Auktion
- für die Rekordsumme
von 86.350 $ (Dollar!) ersteigert wurde. Dieser nicht nur
seltene und
- gut erhaltene Steiffbär
aus dem Jahre 1926 bezaubert auch durch seinen niedlichen
Ausdruck
- auf dem zotteligen
Gesicht. Sammler sprechen fast immer vom Gesichtsausdruck
eines Bären.
- "Einige Bären
sagen: Nimm mich mit", erklärt ein Sammler. Für
den hingebungsvollen und
- liebenden Bärenliebhaber
führen Teddybären ein eigenes Leben. Teddys erzählen
uns ihre
- Geschichte, wenn wir genau zuhören. In
der Tat kann das Gesicht eines Teddys schon ganz
- abgewetzt und trotzdem
noch ausdrucksvoll sein. Was mag der Teddybär wohl
denken?
- Mann muss kein Bärensammler
sein um herauszufinden, dass Bären, besonders alte Bären,
- unglaublich lebendig
und individuell wirken können. Man findet in Sammlungen
oft Bären,
- die uns aus der
Literatur bekannt sind. Häufig wissen wir gar nicht so
viel von ihnen, wie wir
- zunächst glauben. So
entstand der berühmte Pu der Bär nach dem Bären von A.
A. Milnes Sohn,
- der ursprünglich
Edward hieß. Jetzt residiert er in der New York Public
Library.
- Als aber Ernest Shepard
seine Bilder zeichnete, hatte er Growler, den Bären
seinens Sohnes,
- vor Augen. Wir denken
auch an Paddington und vielleicht an Aloysius, Sebastians
Bären aus
- dem Buch von Evelyn
Waugh. Als eine Fernsehserie nach diesem Buch gedreht
wurde,
- liehen sich die
Produzenten einen Bären von dem Bärenliebhaber und
Schauspieler Peter Bull.
- Dieser geliehene Bär
hatte ursprünglich Delikatesse geheißen, da er viele
Jahre in einem
- Lebensmittelladen
gelebt hatte. Andere Bären interessieren uns wegen ihrer
Besitzer oder
- ihrer Geschichte, zum
Beispiel Alfonzo, der für eine russische Prinzessin
gefertigt wurde, und
- Gatti, der, anders als
sein Besitzer (nach dem er benannt wurde), das Sinken der
Titanic überlebte.
- Es gibt auch einen Bären
namens "Fritz", der nach dem Zweiten Weltkrieg
unter dem Fußboden
- einer Hütte in Großbritannien
entdeckt wurde, die von einem deutschen Kriegsgefangenen
- bewohnt worden war. Der
abgenutzte Bär trägt eine handgestrickte Wollweste und
britische
- und deutsche Militärorden.